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Rivers & Wine Studios: der Preisträger aus Köln

Bei der Verleihung des Deutschen Entwicklerpreises in Köln blieb der Ubisoft Blue Byte Nachwuchs Award für Start-ups in der Medienstadt am Rhein: Er ging an Rivers & Wine Studios für „Upside Drown“, ein Game, dessen Prototyp die Film- und Medienstiftung NRW gefördert hatte.

Gegründet wurde Rivers & Wine Ende Oktober 2019 von Benjamin Sonnenschein und Gordon Vogel. Sonnenschein hatte zuvor in Trier Intermedia Design studiert und gilt als der kreative Kopf des Studios. Vogel wiederum arbeitet schon seit über fünf Jahren als Freelancer im Bereich App-, Spiele- und Software-Entwicklung, hat während seines Studiums bereits eine Unternehmensgründung geschultert und sieht sich selbst „eher als der technische und organisatorische Kopf des Studios“. Über den Preis freuen sich die beiden sehr: „Er ist für uns von großer Bedeutung, da das Votum von einer Experten-Jury getroffen wurde und sowohl nach Innen als auch nach Außen signalisiert, was unser Team bislang schon erreicht hat.“
Den Award erhielt Rivers & Wine für „Upside Drown“. In diesem Game leitet der Spieler die kleine Nora durch einen düsteren Sumpf, auf der Suche nach ihrer Mutter. Es war nie leicht zwischen den beiden, doch als sie nach einem Streit plötzlich verschwindet, folgt Nora ihren Spuren und findet sich in dem skurrilen Sumpf wieder. In einer versunkenen Stadt, bewohnt von maskierten Menschen, erfährt sie, dass dies die Welt des Schattenkönigs ist. Ein Wesen, getrieben von dem Wunsch zu fühlen, wie ein Mensch sich fühlt. Nora muss diesen Menschen helfen und ihre eigenen Gefühle entdecken, um Antworten auf das zu bekommen, weshalb sie in Wahrheit dort ist.

Die Idee zu dem Spiel kam Sonnenschein während des Studiums. Bei der Entwicklung des Games wurden Sonnenschein und Vogel von der Hochschule Trier und dem Verein gamesAHEAD unterstützt. Landesfördermittel gibt es in Rheinland-Pfalz – anders als in NRW – allerdings bislang aber nicht. „Wir haben uns die letzten zwei Jahre in Rheinland-Pfalz dafür engagiert, Kooperationen zu stärken, und wir sind nach wie vor zuversichtlich, dass sich die Situation in den nächsten Jahren weiter bessert“, erklärt Vogel. „Für die aktuellen Gründerteams bleibt die Situation herausfordernd, so dass wir glücklich sind, in Köln einen zukunftsfähigen Unternehmensstandort gefunden zu haben.“

Den Beschluss, ihr Start-up in Köln anzusiedeln, fassten Sonnenschein und Vogel zusammen mit ihrem Team; 2019 arbeiteten inklusive Freelancern acht Personen für Rivers & Wine. „Wir sehen hier ein starkes Mediennetzwerk mit vielen tollen Unternehmen“, so Vogel. „Hinzu kommen die Unterstützung durch die Politik und die Förderung der Film- und Medienstiftung NRW sowie die vielen spannenden Events des Mediennetzwerk NRW. Auch die hervorragende Infrastruktur der Region, mit Zugang zu vielen kreativen Köpfen, war ein wichtiger Faktor für uns. Und zu guter Letzt ist Köln natürlich eine schöne und spannende Stadt, in der wir gerne leben.“

Die Vorproduktion von „Upside Drown“ ist demnächst abgeschlossen, im Januar 2020 soll mit der Hauptproduktion begonnen werden, die knapp zwei Jahre dauern wird. Ebenfalls 2020 werden dann zehn Mitarbeiter fest bei Rivers & Wine beschäftigt sein. 2022 wird das Game voraussichtlich erscheinen – die Neugier darauf ist nach der Preisverleihung in Köln noch größer geworden.