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Neuer Startup-Report:
„Köln noch bekannter machen“

Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, haben aktuelle Ergebnisse einer Untersuchung zum Startup-Ökosystem Köln vorgestellt. Die zentrale Erkenntnis: Köln bietet eine gute Ausgangslage für Gründerinnen und Gründer.

Zu den Vorteilen zählen ein pulsierendes Stadtleben, zahlreiche potenzielle Kunden aus Industrie und Handwerk sowie eine exzellente Lage und ein breites Einzugsgebiet. Nachbesserungsbedarf besteht hingegen bei den Vernetzungsmöglichkeiten mit etablierten Unternehmen und beim Internationalisierungsgrad der Stadt. Ob und welche Herausforderungen es im Einzelnen gibt, hängt jedoch stark von der Entwicklungsreife des jeweiligen Jungunternehmens ab. So haben frisch gegründete Firmen teils deutlich andere Bedürfnisse als solche, die bereits länger am Markt sind.

Das Forschungsinstitut IW Consult hat im Auftrag der Stadt Köln und der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH 124 Unternehmen befragt, die nicht älter als zehn Jahre sind und die über ein innovatives und skalierbares Geschäftsmodell verfügen. Eingeflossen sind zudem die Ergebnisse aus elf Expertengesprächen mit Gründerinnen und Gründern, Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie Finanziers und weiteren Multiplikatoren aus dem Kölner Startup-Ökosystem.
Drei Viertel der Befragten bewerten das Ökosystem mit gut oder sogar sehr gut. Eine entscheidende Rolle kommt zudem dem Wirtschaftsstandort Köln als Ganzes zu. Demnach sind Business-to-Business-Geschäftsmodelle in der Domstadt mit 79,5 Prozent im bundesweiten Vergleich besonders häufig anzutreffen. Darauf basierend wünschen sich 65 Prozent der an der Erhebung teilnehmenden Startups einen noch besseren Zugang zu etablierten Unternehmen in der Region.

Die beauftragten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der IW Consult haben darüber hinaus untersucht, wie das örtliche Startup-Ökosystem strukturiert ist, welche Grundsituation vorliegt und wo noch Handlungsbedarf besteht. Demnach bietet Köln eine gute Ausgangslage für Gründerinnen und Gründer. Gleichzeitig fehlt es jedoch an nationaler und internationaler Sichtbarkeit. Auch ist noch nicht jeder Jungunternehmerin und jedem Jungunternehmer klar, an wen sie sich bei Fragen oder Problemen wenden können. Genau hier wollen die Stadt Köln und die Wirtschaftsförderung zukünftig mit ihren Maßnahmen ansetzen.

„Dieser Report gibt uns – neben dem direkten Austausch mit Gründerinnen und Gründern – wichtige Hinweise, durch welche Stellschrauben wir Köln und die Region als zentralen Startup- und Technologie-Hotspot in Europa ausbauen können. Es besteht ein harter Wettbewerb um die Standortentscheidungen. Köln muss es schaffen, unternehmerische Tradition und Gründer-Innovation zu verbinden. Gemeinsam mit der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH wollen wir als Stadt zukünftig noch enger mit den bestehenden und neuen Akteuren des Startup-Ökosystems zusammenarbeiten. Unser Ziel ist es, zentrale Angebote für nationale und internationale Gründerinnen und Gründer zu schaffen und diese klar zu kommunizieren“, erklärt Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

„Als KölnBusiness werden wir die Ergebnisse der Studie nutzen, um unsere Maßnahmen für die Gründerszene noch stärker zu fokussieren und auszubauen. Hierzu wollen wir Köln als attraktiven Standort über die Landesgrenzen hinaus bekannter machen. Auch gehört es zu unseren Zielen, Startups den Zugang zu Kapital, Fachkräften und Büroräumlichkeiten weiter zu vereinfachen sowie Lösungen von Startups noch besser für Kunden aus Industrie, Mittelstand und Handwerk zugänglich zu machen“, ergänzt Manfred Janssen, Geschäftsführer der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH.