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IHK Köln stellt klar: Keine Quellensteuer auf Online-Werbung

Finanzämter in NRW dürfen keine zusätzliche Steuer bei den Unternehmen erheben 
Köln, 20.03.2019.

Finanzämter dürfen gegenüber Unternehmen keine Quellensteuer für geschaltete Online-Werbung bei global tätigen Internetkonzernen erheben. Hierauf machen der Deutsche Industrie- und Handelskammertag und die IHK Köln unter Verweis auf eine entsprechende Entscheidung der Finanzministerien von Bund und Ländern aufmerksam. „Die Verunsicherung der Unternehmen war bereits groß. Wir haben uns in Gesprächen mit den Ministerien umgehend für eine Klarstellung stark gemacht“, sagt Ulf Reichardt, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln. In den vergangenen Wochen waren Fälle bekannt geworden, in denen bayerische Finanzämter Steuernachzahlungen von Unternehmen eingefordert hatten. „Diese Praxis hätte zu einer erheblichen Belastung unserer regionalen Wirtschaft geführt. Denn die Zahlungen an den deutschen Fiskus wären höchst wahrscheinlich nicht von Online-Plattformen wie Facebook, Google oder anderen ausgeglichen worden“, so Reichardt.   

Für viele mittelständische Unternehmen hätten die ursprünglich vorgesehenen Steuernachzahlungen sogar existenzbedrohende Ausmaße annehmen können. „Dafür gab und gibt es keine Rechtsgrundlage. Deshalb ist es ein wichtiges Signal, dass dieses verunsichernde Steuerthema jetzt vom Tisch ist“, erläutert Achim Hoffmann, Leiter Steuern und Gesellschaftsrecht der IHK Köln. Zudem sei es gut, dass nun auch das bayerische Finanzministerium nochmal deutlich gemacht hat, einheimische Unternehmen, die Online-Werbung schalten, nicht mit einem Steuerabzug zu belasten.