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Serienautor Dr. Joachim Friedmann lehrt an der ifs

Der renommierte Serienautor, Konzepter und Creative Producer  Dr. Joachim Friedmann übernimmt zum 1. Juni die Professur Serial Storytelling an der ifs internationale filmschule köln.

Dr. Joachim Friedmann hat als langjähriger Autor unter anderem für so bekannte Fernsehserien wie »In aller Freundschaft«, »Die Camper«, »Der letzte Bulle« und »Lindenstraße« gearbeitet. Derzeit ist er als Autor und Story-Editor für die ARD-Serie »In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte« verantwortlich. Als Creative Producer war er zudem für Serienentwicklungen tätig, so etwa für die Grimme-Preis-nominierte Sitcom »Sekretärinnen«. Darüber hinaus schreibt er Comics, darunter seine eigene Serie »Lais und Ben« für den Carlsen-Verlag und – gemeinsam mit Oliver Hirschbiegel – die Comic-Adaption des TV-Krimis »Mörderische Entscheidung«.

Als einziger deutscher Disney-Autor verfasst er zudem »Donald Duck«-Stories in englischer Sprache. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf interaktiven, onlinebasierten Formaten und im Bereich Games. So zeichnete er beispielsweise für Konzeption und Storytelling des transmedialen Portals um das DFB-Maskottchen »Paule« verantwortlich und entwickelte das seriell konzipierte, narrative Lernspiel »Die Schlaumäuse«, das mit dem Deutschen Bildungsmedien-Preis Digita ausgezeichnet wurde.

Friedmann schloss ein Diplomstudium der Kulturpädagogik an der Universität Hildesheim ab und promovierte an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) mit der Arbeit »Transmediales Erzählen: Narrative Gestaltung in Literatur, Film, Graphic Novel und Game«. Seit 2001 übernahm er verschiedene Lehraufträge in den Bereichen Dramaturgie, Serienentwicklung und serielles Schreibe unter anderem an der Universität Hildesheim und zahlreichen Filmhochschulen. Seine Erfahrung im transmedialen Storytelling wird er nun auch in die Lehre an der ifs einbringen. Seine Pläne umreißt er so: »Serial Storytelling beginnt nicht mit den ›Sopranos‹ und ›Six Feet Under‹, sondern bei der ›Odyssee‹ und der ›Mahabharata‹. Das serielle und epische Erzählen ist ein transhistorisches und transkulturelles Phänomen. Auf dieser Grundlage will ich gemeinsam mit den Studierenden zeitgemäße und zukunftsorientierte serielle Formate schaffen, die Möglichkeiten des interaktiven und transmedialen Erzählens erforschen und zeigen, dass sich künstlerisches Denken und Marktfähigkeit nicht ausschließen.«

In dem internationalen Masterstudiengang Serial Storytelling erforschen und entwickeln Studierende über zwei Jahre innovative serielle Erzählungen, Formate und Vertriebswege, und das mit Blick auf den nationalen und internationalen Markt. Im Zentrum der praktischen Arbeit steht auch das kollaborative Schreiben. Die Bewerbungsfrist für das Wintersemester 2017/18 endet am 6. Juni 2017.