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„2017 wird Virtual Reality den Mainstream treffen“

Rückblick auf 2016, Ausblick auf 2017:

Mit Professor Michael Schwertel, Mitglied des Medienausschusses der IHK Köln. Er unterrichtet an der Cologne Business School unter anderem Future of Media, Crossmedia und Media Production, hält Workshops und Vorträge und ist Inhaber der Agenturen Power-Toons und blurmedia.  

Wie bewerten Sie das Jahr 2016 aus der Sicht Ihrer Unternehmen? 

2016 hat sich gezeigt, dass Kunden immer mehr Hilfe benötigen, um sich im Mediendschungel zurechtzufinden. Welche Vorteile kann Instagram im Gegensatz zu Facebook liefern? Kann Snapchat auch Animationen versenden? Die Kunden möchten auch inhaltlich beraten werden, damit sie den höchstmöglichen Nutzen aus unserem Wissen über Medienproduktionen ziehen können. Im Dialog konnten wir Transmedia-Kampagnen Regional, National und International planen und umsetzen, die durch Verknüpfung von Inhalt und Verbreitungsstrategien mit den Kunden an deren Ziele angepasst werden konnten. Dadurch waren Distributions- und Produktionskosten niedrig – der gewünschte Effekt (Information oder Werbung) wurde dadurch optimiert.  Aktuelles, sich ständig anpassendes Fachwissen ist dabei ein sehr gutes Fundament, das dem Kunden hilft, durch uns erfolgreich zu sein.

Was steht für Sie 2017 auf der Agenda? 

Wir werden vermehrt daran arbeiten, mit unseren Kunden in Workshops Ziele zu definieren und sie über neue Entwicklungen zu informieren, die für sie hilfreich sein könnten. Mit meinen Studenten beschäftige ich mich laufend mit den neuen Entwicklungen in der Medienwelt und kann so auf Innovationen in Bereichen wie Social Media, Virtual Reality und 360 Grad Bewegtbild hinweisen. Wie diese Kanäle mit Inhalten bespielt werden und was damit erreicht werden soll, kann dann gemeinsam mit dem Kunden erarbeitet werden. Wir arbeiten auch schon längere Zeit mit Virtual-Reality-Headsets. Die verständliche Frage für den Kunden muss aber sein: Wie erreiche ich damit meine Kunden oder Ziele.  

Welche Themen werden Ihre Branchen und die Medienwelt generell bestimmen? 

2017 wird Virtual Reality den Mainstream treffen. Durch die Verbreitung unter anderem durch Playstation, Oculus und HTC in Konsumermärkten, aber auch durch selbstverständliche VR-Nutzung mit Smartphones wird das alltäglich werden. Dadurch wird eine große Nachfrage an 360-Grad-Videos entstehen, für die sich Youtube bereits jetzt gerüstet hat. Erste Mixed-Reality-Attraktionen werden in Ballungsräume erscheinen, und Ende des Jahres wird Augmented Reality (erweiterte Realität) – vorangetrieben von Microsoft und Apple – die erste größere Verbreitung finden. Die Durchdringung von Trends war 2016 schon schnell (man denke nur an Pokemon Go). 2017 ist aber davon auszugehen, dass die Geschwindigkeit von Innovationen noch weiter zunehmen wird.

 

Stand: Januar 2017