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„Die Designbranche ist starkem Wandel unterworfen“

Rückblick auf 2016, Ausblick auf 2017:

Mit Prof. Katja M. Becker, Geschäftsführerin beau bureau design.

Wie bewerten Sie das Jahr 2016 aus der Sicht Ihres Unternehmens?

Das Jahr 2016 ist insgesamt gut verlaufen, bedeutete aber auch eine Kraftanstrengung. Die Designbranche ist einem starken Wandel unterworfen. Die Angebote und Geschäftsmodelle in den Agenturen müssen sich rasant verändern, um weiterhin attraktiv zu bleiben. In meiner Agentur spielt das klassische Projektgeschäft (Erarbeitung von individuellen Designleistungen) nicht mehr die größte Rolle. Wir sind zu Beratern und sozusagen Kuratoren geworden, die die Kommunikationsaufgaben der Auftraggeber überblicken, steuern und vorantreiben. Die Zusammenarbeit ist zudem agiler geworden (Co-Creation). Auch geht es um Vermittlung von Wissen an Unternehmen und die Begleitung von Designprozessen mit Design-Methoden.

Was steht für Sie 2017 auf der Agenda? 

Eine stärkere Vernetzung von Medien-Nachwuchs und (Medien-)Unternehmen. In 2016 haben meine Studierenden an der Hochschule Hamm-Lippstadt in einer spannenden Kooperation mit der Caritas Hamm soziale Konzepte für die Zukunft entwickelt. Solche Projekte im Bereich der sozialen Innovationen möchte ich weiter ausbauen.

Um den Standort Köln und dessen Bedeutung stärker – über die Stadtgrenzen hinaus – zu promoten, wäre einerseits eine stärkere Vernetzung zwischen den Hochschulen wichtig (Design Preis Köln ist ein gutes Beispiel, weitere Formate wie parallele Rundgänge, Medienfestival/-messe oder Ähnliches wären wünschenswert).

Andererseits sollte die gezielte Förderung junger Talente forciert werden (zum Beispiel durch Projekt- oder Abschlussarbeiten in Kooperation mit Unternehmen), dies bringt Schwung in die Unternehmen und erleichtert den Hochschulabsolventen den Berufseinstieg. 

Welche Themen werden Ihre Branchen und die Medienwelt generell bestimmen?

Einen klaren Trend und Treiber sehe ich im Bereich der Virtual-Reality-Anwendungen. Diese Technologie ist einerseits für Designer sehr spannend und bietet ein interessantes, neues Betätigungsfeld. Sie betrifft andererseits die gesamte Medienbranche und bietet die Chance, die verschiedenen Teilbranchen zusammenzubringen und interdisziplinäre Projekte voranzutreiben. Nicht zuletzt können Medienunternehmen mit Ihren Angeboten dazu beitragen, die Digitalisierung von Unternehmen vielfältiger Branchen voranzutreiben.

 

Stand: Januar 2017