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„Es gibt weltweit wohl keine moderneren Studios“

„Das Löwenmädchen“, die Verfilmung des Bestsellers von Erik Fosnes Hansen, wurde jüngst zum Großteil in den Kölner MMC-Studios gedreht. Der deutsche Produzent Reza Bahar nennt die Gründe.

Die Geschichte von dem Mädchen, das aufgrund eines Gendefekts über und über mit feinem, blondem Haar bedeckt ist, kommt voraussichtlich Ende 2016 in die Kinos. Unter der Regie von Vibeke Idsoe wirkten unter anderem Ken Duken, Burghart Klaußner und „Wallander“ Rolf Lassgård an der norwegisch-deutschen Koproduktion mit. Reza Bahar ist Gründer und Geschäftsführer der in Ludwigsburg und Köln ansässigen Produktionsfirmen Gifted Films und Gifted Films West („Die Nonne“, „Blacktape“) und deutscher Partner bei dem Projekt.

 

Herr Bahar, wie kam es zu der Zusammenarbeit mit der norwegischen Produktionsfirma Filmkameratene A/S?

Wir haben uns 2013 auf dem Co-Production Market der Berlinale kennengelernt.  Dank Film- und Medienstiftung NRW, Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, FFA, DFFF sowie MMC Movie Köln und The Post Republic stand Anfang 2015 die Finanzierung, und wir konnten mit den Dreharbeiten beginnen. Die fanden zunächst in Lillehammer statt, weil es dort im Februar quasi eine Schneegarantie gibt  und einige Szenen des Films im Schnee spielen. Nach einer längeren Produktionspause haben wir dann mit den restlichen Dreharbeiten angefangen. Und die fanden zu einem Großteil in den MMC Studios in Köln statt.

 

Warum in den MMC Studios?

Das sind überaus moderne Anlagen – sehr state of the art. Hinzu kommt, dass es dort so viele Studios mit unterschiedlichen Größen gibt und die Logistik einfach perfekt ist: Die Produktionsbüros und Lagerräume befinden sich direkt um die Studios herum. Wir hatten drei Studios und direkt darüber 30 Büroräume, in denen alle Departments Platz gefunden haben und auch die Schauspieler ihre Aufenthaltsräume hatten. Direkt ums Eck gab es einen Raum für die vielen Komparsen – und das alles in einem Gebäude! Das spart enorm viel Zeit, und auch die Kommunikation funktioniert viel einfacher.

 

Wie einzigartig sind die Studios in Köln-Ossendorf?

Ich weiß von meinem norwegischen Produzenten, der unter anderem schon mit Disney koproduziert und in Los Angeles gearbeitet hat, dass es weltweit wohl keine moderneren Studios gibt. Dazu kommt, dass sie auch noch perfekt liegen – direkt an der Autobahn. Man ist sehr schnell am Flughafen und auch in der Kölner Innenstadt. Das sind alles Punkte, die eine große Rolle spielen – gerade auch dann, wenn es für uns Produzenten darum geht, Projekte zu akquirieren. Wir stehen ja im Wettbewerb mit vielen anderen Ländern. Die Vorteile der MMC Studios kann man da gut als Argumente in die Waagschale werfen.   

 

Wie kommt es, dass Ihre Firma in Köln und Ludwigsburg ansässig ist?

Ich bin in Köln aufgewachsen und habe in Ludwigsburg an der Filmakademie studiert. Dort habe ich meine Firma während des Studiums gegründet. Da meine Eltern, Geschwister und viele Freunde in Köln leben, bin ich es nun seit mehr als zehn Jahren gewohnt, zwischen diesen beiden Städten zu pendeln. Mir war daher sehr früh klar, dass ich mit meinem Unternehmen auch in Köln präsent sein möchte. Dazu kommt, dass sich das Kölner Angebot an Personal und Dienstleistern sehr gut mit dem ergänzt, was es in Baden-Württemberg gibt. 2009 habe ich die Kölner Firma gegründet, und nun entstehen hier solche Projekte wie aktuell „Das Löwenmädchen“, was mich sehr freut.

 

 

 

Stand: Oktober 2015