Aktuelles

Zurück

Die Regie neu erfinden - Philip Gröning ist neuer Professor an der ifs

Mit dem Start des Wintersemesters hat der renommierte Regisseur und Produzent Philip Gröning die Professur „Inszenierung fiktionaler Narrative in audiovisuellen Medien“ an der ifs internationale filmschule köln angetreten.
 
Der vielfach ausgezeichnete Regisseur (»Die große Stille«, »Die Frau des Polizisten«) gilt als Ausnahmeerscheinung in der deutschen Filmlandschaft. In der Tradition des Autorenfilmers zeichnet er bei all seinen Werken verantwortlich für Produktion, Regie und Drehbuch, bei einigen auch für Schnitt und Kamera. Die Weiterentwicklung der erzählerischen Form ist ihm dabei stets ein zentrales Anliegen.
Bereits während seines Studiums an der HFF München gründete Gröning seine eigene Produktionsfirma.

Internationale Beachtung fand Gröning 2000 für sein Roadmovie »L’amour, l’argent, l’amour«, das in Locarno mit einem Leoparden für das Debüt der Hauptdarstellerin (Sabine Timoteo) ausgezeichnet wurde. Seinen bisher größten Erfolg feierte er 2005 mit dem außergewöhnlichen Film »Die große Stille«, für den er ein halbes Jahr lang das Leben von Kartäuser-Mönchen mit der Kamera begleitet hatte. Die dokumentarische Kontemplation gewann unter anderem den Special Jury Prize des Sundance Film Festivals, den European Film Award, den Bayerischen Filmpreis und den Preis der deutschen Filmkritik. Seine Parabel  »Die Frau des Polizisten« (2013) wurde unter anderem mit dem Special Jury Prize in Venedig ausgezeichnet und für den Preis der deutschen Filmkritik in fünf Kategorien nominiert. Sein aktueller Film »Mein Bruder Robert« befindet sich in der Postproduktion.

Gröning war auch Mitglied verschiedener Filmjurys (zum Beispiel Venedig, St. Petersburg) und ist Mitglied der  European Film Academy, der Deutschen Filmakademie und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Er hat an  der Filmakademie Baden-Württemberg und an der CalArts Film gelehrt. 2016/17 war er Stipendiat der deutschen Akademie – Villa Massimo in Rom.

Seine kompromisslose Art des Filmemachens  will er auch den Studierenden an der ifs vermitteln: »Mein Ziel ist es, Studierende dazu zu bringen, eigene Geschichten in ihrer eigenen Weise zu erzählen« – und dabei weit nach vorne zu denken. So überrascht es nicht, dass er zum Semesterstart an die ifs-Studierenden appelliert: »Ihr müsst die Regie neu erfinden.«