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Neue Studie: Smart-TVs und
VoD auf dem Vormarsch

Fast die Hälfte aller Haushalte in Deutschland besitzt ein Smart-TV-Gerät. Das hat die diesjährige Konsumentenstudie der Gesellschaft für Unterhaltungselektronik (gfu) ergeben. Ein weiteres Ergebnis: Die Deutschen sehen zunehmend unabhängig von der jeweiligen Ausstrahlungszeit der Sender fern. Angetrieben werde diese Entwicklung nicht zuletzt durch das wachsende Angebot von Streaming-Diensten.

Gegenüber 2017 ist die Zahl der mit Smart-TVs ausgestatteten Haushalte von 42 Prozent auf 46 Prozent gestiegen. Von den Besitzern von Smart-TV-Geräten haben inzwischen 61 Prozent ihr Gerät ans Internet angeschlossen. 2016 nutzten nur 53 Prozent den Zugang zu Online-Angeboten. Die Ausstattung der TV-Haushalte mit Ultra HD-TV-Geräten steigt ebenfalls weiter an. Besaßen im vergangenen Jahr 16 Prozent der Haushalte einen UHD-Bildschirm, sind es 2018 bereits 20 Prozent. Im ersten Halbjahr 2018 waren 55 Prozent der in Deutschland verkauften Fernsehgeräte UHD-Geräte.

Die gfu-Studie wird mittels einer repräsentativen Online-Befragung von 2.000 Personen aus Deutschland erhoben, diese fand im Mai 2018 statt. 43 Prozent der Befragten gaben an, dass sie selbst bestimmen, wann sie eine Sendung schauen. Der Trend werde vor allem von der Altersklasse der 16- bis 39-Jährigen geprägt, sagte Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu, der dpa. Die Zeitautonomie sowie die Popularität von Serien, die gern in einem Stück gesehen werden, seien entscheidende Faktoren. Der Studie zufolge liegt die Nutzung von Videos auf Abruf (Video on Demand, VoD) mit 63 Prozent dabei erstmals vor den Angeboten aus den Mediatheken (52 Prozent). Welche Geräte dafür verwendet werden, hängt laut Studie vom Alter der Nutzer ab. Bei den älteren Konsumenten (60+) liegen das TV-Gerät und der Tablet-PC mit jeweils 46 Prozent vorne, während bei den jüngeren (16-39 Jahre) maßgeblich Smartphone (62 Prozent) und PC/Laptop (50 Prozent) zum Streamen verwendet werden.
Die Studie ergab auch, dass bei den einzelnen Streaming-Anbietern Amazon Prime mit 74 Prozent in Deutschland auf dem Spitzenplatz liegt, gefolgt von Netflix (58 Prozent) und Google Play (27 Prozent). Der einzige deutsche Anbieter Maxdome kommt der gfu zufolge mit 15 Prozent auf Platz sechs. Vor zwei Jahren sei das Verhältnis noch relativ ausgeglichen gewesen, sagte Kamp.