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„Köln hat eine sehr gut vernetzte Filmszene“

Vom 6. bis zum 9. Juli 2017 finden die 9. Kölner Kino Nächte statt, und das an verschiedenen Orten der Rheinmetropole. Wir sprachen mit Dirk Steinkühler, Joachim Kühn und María Villares von der Kino Gesellschaft Köln, dem Veranstalter des Film-Events.

Wie groß ist in diesem Jahr die Bandbreite der gezeigten Filme?

Joachim Kühn: Es werden über 60 Filme an vier Tagen in ganz Köln gezeigt. Dabei ist es jedem Veranstalter selbst überlassen, das Programm auszuwählen. Wir haben deswegen ein sehr breitgefächertes Programm. Das Cinenova zum Beispiel zeigt ausschließlich französischsprachige Filme, das Odeon zum Teil ebenfalls. Das Weisshaus Kino wiederum widmet sich auch Filmen aus der Türkei. Insgesamt beinhaltet das Programm preisgekrönte Filme der letzten Jahre sowie lokale Produktionen, Kinderfilme, Klassiker der Filmgeschichte und zwei Kurzfilmreihen. 

Und wie groß ist die Bandbreite der Kooperationspartner und Aufführungsorte?

Dirk Steinkühler: Unsere Kooperationspartner sind seit vielen Jahren das Kölner Filmmagazin Choices und das Hotel Chelsea. Was die Veranstaltungsorte angeht, nehmen nicht nur gewerbliche Kinos an den Kölner Kino Nächten teil, sondern auch beliebte Kölner Veranstaltungsorte, wie Odonien, Kulturbunker Köln-Mülheim und die Boulehalle Köln. Es sind Orte, die man nicht direkt mit Filmvorführungen in Verbindung setzen würde, aber die beliebte, kulturelle Zentren für das Kölner Publikum sind. Dazu gehören auch die Kirche St. Michael am Brüsseler Platz, das Museum für Angewandte Kunst Köln und die Außenspielplätze am Offenbachplatz. Mit dabei sind zudem die Traumathek, das Filmforum NRW im Museum Ludwig und die Kunsthochschule für Medien Köln. Wir freuen uns sehr, dass darüber hinaus die MMC Studios wieder mit einer Führung durch die Studios dabei sind. Neu dieses Jahr hinzugekommen ist der neu eröffnete Cineplex Filmpalast am Ring, der an zwei Tagen Führungen durch seine Säle anbietet. 

Inwieweit ist Köln ein guter Standort für ein derartiges Kinofestival?

María Villares: Köln hat eine sehr gut vernetzte Filmszene mit Kinos, Filminitiativen, Verleihern, Kultureinrichtungen und Filmhochschulen, was natürlich den Kölner Kino Nächten zu Gute kommt. Außerdem herrscht unter den Kölnern eine besondere Filmaffinität, wie immer wiederkehrende Filmfestivals und Filmreihen beweisen. So finden zum Beispiel die Französischen Filmtage zeitgleich mit den Kölner Kino Nächten statt. Viele Festivals, die erst im Herbst stattfinden, beteiligen sich übrigens mit eigenen Programmen an den Kölner Kino Nächten. 

Täuscht der Eindruck, oder gibt es in Köln gerade eine Art Kino-Renaissance? 

Dirk Steinkühler: Der Eindruck täuscht nicht! Die Kölner waren schon immer kinohungrig, in den letzten Jahren gab es aber immer weniger und nicht genügend Kinoleinwände. Die Anzahl nimmt nun wieder zu, und die neuen beziehungsweise wiedereröffneten Häuser werden vom Publikum dankend angenommen. 

Im nächsten Jahr feiern die Kölner Kino Nächte ihr zehnjähriges Bestehen. Planen Sie da etwas Besonderes? 

Joachim Kühn: Natürlich, die Kölner dürfen gespannt sein!