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Kultur- und Kreativwirtschaft wächst überdurchschnittlich stark

Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist seit Jahren ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im IHK-Bezirk Köln.

Nach einer neuen Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos AG für die IHK Köln wächst ihre Bedeutung weiter: Der Umsatz des Wirtschaftszweigs stieg zwischen den Jahren 2009 und 2014 von 8,3 auf 9,6 Milliarden Euro. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate lag mit 2,9 Prozent deutlich über der von NRW (0,5 %) und Deutschland (1,8 %). „Die Medienwirtschaft ist das Rückgrat der Kultur- und Kreativwirtschaft im IHK-Bezirk. Umsatztreiber sind vor allem die Teilmärkte Software/Games sowie Presse und Film“, sagt Dr. Ulrich Soénius, stellv. Hauptgeschäftsführer und Geschäftsbereichsleiter Standortpolitik der IHK Köln.

Auch die Bruttowertschöpfung sowie die Anzahl von Erwerbstätigen (plus 2,6 % bzw. rd. 6.000 Erwerbstätige) wuchs stärker als im Landes- oder Bundesvergleich. Beschäftigungsstärkste Teilmärkte sind die Software-/Games-Industrie, die Filmwirtschaft und der Werbemarkt. „Der IHK-Bezirk Köln zeigt in allen Teilmärkten der Kultur- und Kreativwirtschaft eine sehr hohe Spezialisierung und ein positives Marktwachstum“, erklärt Dr. Jan-Philipp Kramer, Projektleiter der Prognos AG.

Impulsgeber mit großem internationalen Potenzial

Angesichts dieser Studienergebnisse sieht die IHK Köln die Kultur- und Kreativbranche, insbesondere die Medienwirtschaft, als enorm wichtigen Impulsgeber für die gesamte Region. „Vor allem die zunehmende Digitalisierung bietet großes Potenzial für weiteres Wachstum“, erörtert Soénius. Damit die Kultur- und Kreativwirtschaft sich weiterentwickeln kann, empfiehlt die IHK Köln, insbesondere in den einzelnen Teilmärkten Stärken zu identifizieren und Branchenprofile mit Blick auf internationale Märkte herauszuarbeiten. „Die höhere Ortsunabhängigkeit von Kunden und Märkten führt dazu, dass der Standort und die Akteure mit ihren Produkten und Dienstleistungen stärker über die regionalen Grenzen hinaus vermarktet werden müssen“, so Soénius weiter. Zudem müssen strategische Partnerschaften ausgebaut sowie der interne und externe Wissenstransfer gefördert werden. Dabei dürfen die regionalen Märkte nicht außer Acht gelassen werden. Um geänderten Bewerberanforderungen gerecht zu werden, ist es ferner notwendig, Kompetenzen für die Arbeitswelt 4.0 weiterzuentwickeln. So bleibt der Standort auch zukünftig im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte attraktiv.

 

Weitere Informationen: www.ihk-koeln.de

 

Stand: Dezember 2016