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Grimme-Preis 2020: Kölner Gewinner

Die Gewinner der Grimme-Preise 2020 stehen fest. Die Bekanntgabe der Preisträger gab in Köln einigen Anlass zur Freude.

So konnte sich der WDR in der Kategorie „Information & Kultur“ gleich zwei Mal durchsetzen. Georg Restle erhält stellvertretend für die Redaktion des Politik-Magazins „Monitor“ den Preis für „Besondere Journalistische Leistung"; ausgezeichnet wird „die kontinuierliche und haltungsstarke Berichterstattung über Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus". Geehrt wird zudem Alice Agneskirchner (Buch und Regie) für den Dokumentarfilm „Wie ‚Holocaust‘ ins Fernsehen kam" (WDR/NDR/SWR). Der Film beschreibt die Produktions-, Ausstrahlungs- und Rezeptionsgeschichte der vierteiligen US-Serie „Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss" über den Genozid an den Juden.

Mit dem Publikumspreis der Marler Gruppe wird 2020 „Der König von Köln" ausgezeichnet, ein satirischer Film, den das Kölner Unternehmen Zeitsprung Pictures und die Kölner Zweigstelle von Dreamtool Entertainment für den WDR produzierten. Neben Ralf Husmann (Buch) und Richard Huber (Regie) erhalten Serkan Kaya, Judith Engel und Joachim Król den Preis für ihre darstellerische Leistung.

Die „Besondere Ehrung" des Deutschen Volkshochschul-Verbands geht 2020 an den in Köln lebenden Regisseur und Autor Heinrich Breloer, der mit Mehrteilern wie „Brecht", „Die Manns" oder auch „Speer und Er" (alle drei Bavaria-ARD-Koproduktionen unter Federführung des WDR) das Genre des Doku-Dramas prägte. 

In der Kategorie „Fiktion“ werden Beate Langmaack (Buch), Dominik Graf (Regie) und Iris Berben (Darstellung) für „Hanne“ ausgezeichnet, eine Produktion der Kölner Produktionsfirma PROVOBIS für NDR/ARTE. Die Kölner Made in Germany Filmproduktion realisierte für ZDF/3Sat „Dark Eden“, eine Langzeitbetrachtung des Frackings im Norden Kanadas; den Grimme-Preis in der Kategorie „Information und Kultur“ erhalten dafür Michael David Beamish (Buch/Regie), Jasmin Herold (Buch/Regie), Andreas Köhler (Kamera) und Martin Kayser Landwehr (Schnitt).

In der Kategorie „Unterhaltung“ entschied sich die Jury für die Macher von „Chez Krömer“ (Produktion: probono TV aus Köln für rbb) und von „Prince Charming“, der ersten schwulen TV-Datingshow Deutschlands (Produktion: die Kölner Seapoint Productions für TVNOW, das Video-on-Demand-Angebot der Mediengruppe RTL).

Auch in der Kategorie „Kinder & Jugend“ wurden zwei Kölner Produktionen berücksichtigt: die Netflix-Serie „How To Sell Drugs Online (Fast)“ von bildundtonfabrik und die Musik-Comedy-Show „Leider laut“ (Warner Bros./ITVP für ZDF); für die Doppelmoderation bekommen Bürger Lars Dietrich und Marti Fischer einen Grimme-Preis Spezial.

Die Verleihung des 56. Grimme-Preises findet am 27. März im Theater der Stadt Marl statt und wird von 3sat zeitversetzt ab 22.40 Uhr im Fernsehen ausgestrahlt. Bereits ab 19.15 Uhr überträgt 3sat die Preisgala per Livestream auf www.3sat.de.