Aktuelles

Zurück

Fördergeld für Kölner Low-Budget-Projekte

Die Filmstiftung vergibt 448.000 Euro für Low-Budget-Projekte. Davon profitieren fast ausnahmslos Produktionsfirmen, Drehbuchautoren und Regisseure aus Köln. Nächster Einreichtermin für die Vereinfachte Förderung Produktion ist der 5. Dezember 2019.

Folgende Projekte mit Kölner Bezug wurden gefördert:

Dokumentarfilm
 
„Saving Pina“, Produktion: polyphem Film, Buch und Regie: Florian Heinzen-Ziob, Förderung: 80.000 Euro
Das Pina Bausch Archiv in Wuppertal versteht sich nicht als Mausoleum, sondern gibt das Erbe der gefeierten Choreografin und Tänzerin an eine neue Generation weiter. Die Dokumentation begleitet zwei spektakuläre Tanzproduktionen in Dresden und Dakar von den Proben bis zur Aufführung.
 
„Las Luchadoras“, Produktion: Sutor Kolonko, Buch und Regie: Paola Calvo, Förderung: 45.000 Euro
Der Film porträtiert die mutigen Frauen, die in Ciudad Juárez, der mexikanischen Hauptstadt der Frauenmorde, als weibliche Wrestler in den Ring steigen und dort und im Alltag um die Deutungshoheit über das Frauenbild in Mexiko kämpfen. Insbesondere Lady Candy, Miss Kat, Mini Sirenita und Baby Star stehen im Mittelpunkt des Films und zeigen, dass jede, die sich gegen ihre Angst und die Angstmacher stellt, Heldin ihrer eigenen Geschichte werden kann.
 
Spielfilm

 
„Mann und Hund“, Produktion: Pandora, Regie: Stefan Constantinescu, Buch: Andrei Epure, Förderung: 65.000 Euro
Doru (45) kehrt nach einem Aufenthalt als Arbeiter in Schweden nach Rumänien zurück. Während er als Pate für das Kind seines besten Freundes die Taufe vorbereitet, unternimmt er auch eine geheime Ermittlung. Er verfolgt, zusammen mit dem Hund seiner Mutter, die mögliche Untreue seiner Frau.
 
„Der Duft von frischgeschnittenem Gras“, Produktion: Weydemann Bros., Regie: Celina Murga, Buch: Juan Villegas, Förderung: 50.000 Euro
Pablo (38), Professor an der Universität Buenos Aires, beginnt ein Verhältnis mit Luciana (26), einer seiner Studentinnen. Als die Affäre auffliegt, droht er seinen Job und seine Familie zu verlieren. Natalia (38), Professorin an der Universität Buenos Aires, beginnt indes ein Verhältnis mit ihrem Studenten Gonzalo (26). Zwei Geschichten wie zwei Seiten einer Medaille, die die Macht von Geschlechterbeziehungen in Frage stellen.
 
„Ways to Run“, Produktion: Color Of May, Regie und Buch: Aboozar Amini, Förderung: 40.000 Euro
Kabul, Afghanistan. Der gewissenhafte Busfahrer Abas, ein leidenschaftlicher Haschischrauer und Spieler, ist entschlossen, Recht und Ordnung an dem einzigen Ort zu wahren, für den er zuständig ist, seinem Bus. Sein treuer Begleiter, der 16-jährige Afshin, hilft ihm, dass die Regeln im Bus beachtet werden. Er gerät jedoch in die Bredouille, weil seine Familie Mietschulden hat. Er wird Mitglied einer Bande, die ihm ein lukrativeres Einkommen verspricht.
 
Drehbuchförderung
 
„DEIN – Das Esse Ich Nicht“, Autorin: Katharina Huber, Förderung: 8.000 Euro
In Angst vor Veränderung und vor Machtverlust dem eigenen Leben gegenüber, verharrt die Welt der Dorfgemeinschaft in alten giftigen Traditionen und Lebensweisen. Trotz des Leids, das diese den Bewohnern bringen, gibt es keinerlei Kraft oder Bewusstsein zu einer Umkehr oder einem Fortschritt, welche ein Ende der immer schlimmer werdenden Zustände herbeiführen könnten. Den einzigen Ausblick aus dem Alltag bietet der bevorstehende Start des neusten Space Shuttles, das als erstes Raumschiff das Sonnensystem verlassen wird.
 
Projektvorbereitung
 
„Mischpoke – Unsere irrsinnige Sippe“, Buch und Regie: Undine Siepker, Heidi Mühlenberg, Förderung: 15.000 Euro

Miteinander verwandt als Tante und Nichte erzählen Undine Siepker und Heidi Mühlenberg die Geschichte einer Selbstbefreiung von blockierenden Familien-Mustern, die in der Sippe seit Generationen Erfolg und Gesundheit sabotieren. Ein Dokumentarfilm über Licht und Schatten, verblichene Vorfahren, die als Schelmen-Figuren wieder zum Leben erwachen, und die Frage: Wie sehr bestimmen Erziehung und Familienbande unser Glück?
 
Animationsfilm
 

„Der Geschmack von Heiligkeit“, Buch und Regie: Alireza Darvish, Förderung: 20.000 Euro
Das Leben als Embryo im Mutterleib ist die erste und wichtigste Erfahrung, die nicht in unserem Gedächtnis festgehalten ist. Der Animationsfilm setzt sich visuell mit diesem Phänomen auseinander. Aus der Sicht von Zwillingen im Mutterleib wird die Erfahrung des vorgeburtlichen Lebens in drei Tagen als parallele Welt skizziert. Einerseits werden die Eindrücke der Embryos von der Zeit im Mutterleib und der Außenwelt sowie die Beziehungen der Außenwelt mit den Zwillingen in bewegten Bildern auf einer poetischen und amüsanten Weise dargestellt.
 
Kurzfilm
 
„Wunschkind“, Buch und Regie: Laura Solbach, Förderung: 25.000 Euro
Grace ist eine junge Mutter mit Down Syndrom. Mit ihrer völlig gesunden einjährigen Tochter Milla wohnt sie in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderung. Doch sie will allein sein mit ihrer Tochter und trifft kurzentschlossen eine folgenschwere Entscheidung.
 
„Der Riss“, Produktion: field recordings, Buch und Regie: Christian Becker, Förderung: 15.000 Euro
Lydia B.s Krebserkrankung liegt etwa vier Jahre zurück, lässt sie aber nicht los. Eine unterschwellige Furcht vor einem Zweittumor begleitet sie. Anhand von Super-8-Aufnahmen und Tagebucheintragungen von Wolfgang B. erzählt „Der Riss“ von einer Veränderung, in der das Leben die Richtung wechselt und nichts mehr so ist wie zuvor. Ein Riss in der Oberfläche, unwiderruflich. Und gleichzeitig von einer verheißungsvollen und vermeintlich unendlichen Zukunft voller Hoffnung und Tatendrang. Von einer Zeit, als noch alles möglich war.
 
Postproduktion

 
„Weg vom Fenster“, Produktion: Lichtblick Film, Buch und Regie: Rosemarie Blank, Förderung: 25.000 Euro
Michael Hellgardt ist geistig rege, aber schwer krank. Er will sterben. In den Niederlanden ist im Gegensatz zu Deutschland Sterbehilfe erlaubt. Seine Lebensgefährtin, eine Filmemacherin, dokumentiert den emotionsgeladenen Entscheidungsprozess.