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Film und Fernsehen: Aktuell geförderte Projekte

Unter den von der Film- und Medienstiftung NRW geförderten Projekten finden sich stets zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen von Kölner Unternehmen und Kölner Filmschaffenden. Hier finden Sie eine Übersicht, die ständig aktualisiert wird.

 174. Sitzung der Film- und Medienstiftung NRW

Spielfilm

  • Vassilis Katsoupis dreht seinen Arthouse-Thriller „Inside“ vollständig in den Kölner MMC-Studios. Der Kunstdieb Nemo, gespielt von Willem Dafoe, ist auf der Jagd nach wertvollen Kunstwerken, die sich in einem Sammler-Penthouse befinden. Doch als er die Wohnung betritt, bricht das Sicherheitssystem zusammen, und er ist gefangen in der Luxuswohnung. Zunächst auf Befreiung hoffend, muss Nemo bald feststellen, dass er in einer ausweglosen Situation gefangen ist – und das nicht nur für Tage. Gemeinsam mit dem vielfach ausgezeichneten Ben Hopkins verfasste Katsoupis das Drehbuch, die Kamera übernimmt Thimios Bakatakis („The Killing of a Sacred Deer“). (Schiwago Film, MMC Movies, 750.000 Euro)
  • In „Mein Lotta-Leben 2“ geht es auf Klassenfahrt, und Lotta muss sich mit allerhand Ungemach herumschlagen. Besonders stört sie der französische Austauschschüler Rémi, der irrsinnig in sie verknallt ist. Und dann begleitet auch noch Lottas Pädagogenpapa Rainer Petermann die Klasse als Begleitperson in die Jugendherberge und flirtet mit einer Kollegin. Regisseurin Martina Plura kann auf die bewährten Kinderdarsteller Meggy Marie Hussong, Yola Streese und Levi Kazmeier zurückgreifen. Und auch Laura Tonke und Oliver Mommsen sind mit von der Partie. Bettina Börgerding verfasste wieder das Drehbuch nach der Kinderbuchreihe von Alice Pantermüller und Daniela Kohl. Die Hälfte der Dreharbeiten findet in NRW statt. (Dagstar, 700.000 Euro)
  • Nach dem gleichnamigen Roman von Olga Grjasnowa verfasst Regisseurin Pola Beck mit Burkhardt Wunderlich das Drehbuch zu „Der Russe ist einer, der Birken liebt“. Aylin Tezel übernimmt die Hauptrolle der 27-jährigen Mascha, einer in Aserbaidschan geborenen armenischen Jüdin, die in Köln an ihrer akademischen Karriere bastelt. Als sie den Sportstudenten Elias kennenlernt, ziehen beide sofort zusammen. Doch nach einem tragischen Sportunfall verstirbt Elias. Mascha flüchtet aus ihrem Leben und zieht nach Tel Aviv. Die Hälfte der Dreharbeiten findet in NRW statt. (augenschein, 650.000 Euro)
  • Basierend auf Schuberts „Winterreise“ inszeniert Autorin und Regisseurin Alex Helfrecht einen Musikfilm um einen Poeten und Außenseiter, der durch Schnee und Eis reist, um sein inneres Wesen auseinanderzunehmen. Für den Schwarz-Weiß-Film mit nur gelegentlichem Farbeinsatz dreht sie mit César-Gewinner Gaspard Ulliel, John Malkovich und Martina Gedeckkomplett in den MMC Studios. (Pandora Film, 400.000 Euro)
  • Claudia Rorarius verfilmt nach ihrem eigenen Drehbuch „Touched“, ein Drama um die 19-jährige übergewichtige Maria. Sie macht ihren Berufseinstieg in einem Pflegeheim. Dort trifft sie den vom Hals abwärts gelähmten Ex-Rockmusiker Mike. Sie gehen ein Liebesverhältnis ein. Doch das Umfeld macht es der komplexbeladenen Maria und dem körperlich hilflosen Mike nicht einfach. Stefan Kornaske übernimmt die männliche Hauptrolle und steht zum Großteil in NRW vor der Kamera. (2 Pilots, 400.000 Euro)
  • Regisseur und Autor Laurent Larivière konnte für die Hauptrolle seiner Tragikomödie „Joan Verra“ Kristin Scott-Thomas gewinnen. Sie spielt die französische Endfünfzigerin, die von ihrem Arzt erfährt, dass sie an einer Demenzerkrankung leidet, deren Ausbruch nach und nach ihr Gedächtnis zerstören wird. So begibt sich die Verlegerin auf eine Reise in ihre Vergangenheit. Lars Eidinger übernimmt die Rolle ihres Lebensgefährten. Auch in NRW wird gedreht. (Gifted Films, 280.000 Euro)
  • Es ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der DDR, das Olaf Schubert entdeckt und das verrückterweise etwas mit seiner Mutter zu tun hat. Regisseurin und Autorin Heike Fink zeigt, was passierte, als das Herz des Rock’n Roll in BRD und DDR für einen Moment im gleichen Takt schlug. Für den Kinofilm „Rockin‘ Olaf“, der bereits eine Vorbereitungsförderung erhielt, steht Olaf Schubert auch in NRW vor der Kamera. (Ester.Reglin.Film, 270.000 Euro)


TV

  • In Köln gibt es 1973 für alle Vermögenden der Stadt nur eine Privatbank, zu der man geht. Die 20-jährige Marie startet als hoffnungsvolle Sekretärin in genau dieser Bank und lernt, wie dort das ganz große Finanzspekulationsrad gedreht wird. Fasziniert von den „Goldjungs“, die dort im Devisenhandel arbeiten, merkt sie fast zu spät, dass sie Teil der Geschichte des ersten großen Bankcrashs der noch jungen BRD wird. Regisseur Richard Huber verfilmt nach dem Drehbuch von Eva und Volker A. Zahn den Untergang der Privatbank Herstatt. Komplett in NRW drehen Michelle Barthels, Sven Schelker, Ulrich Brandhoff und Jan Krauter. (Zeitsprung Pictures, 300.000 Euro)


Dokumentarfilm

  • Als sich die 19-jährige Iranerin Reyhaneh Jabarri gegen ihren Vergewaltiger wehrt und ihn in Notwehr tötet, landet sie wegen Mordes im Todestrakt. Nach einem langen Kampf ihrer Familie und weltweiter Mitstreiter wird ihr angeboten, bei einem Schuldeingeständnis und einer Entschuldigung das Todesurteil in eine lebenslange Haft umzuwandeln. Doch sie weigert sich. Regisseurin Steffi Niederzoll zeichnet mit „Eine iranische Frau“ nicht nur ein Portrait Reyhanehs, sondern der Lebenswirklichkeit iranischer Frauen. Das Projekt erhielt in 2017 bereits eine Projektentwicklungsförderung. (MADE IN GERMANY, 150.000 Euro)
  • Als erster ehemaliger Kindersoldat steht Domninic Ongwen derzeit in Den Haag vor dem Internationalen Strafgerichtshof. Sein Verteidigerteam um Krispus Ayena begibt sich auf Recherchereise nach Uganda, um eine Strategie für den wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit Angeklagten zu erarbeiten. In „Defending Ongwen“ begleiten Emil Langballe und Lukasz Konopa einen Prozess, der Rechtsgeschichte schreiben wird und sich mit unserem Verständnis von Gerechtigkeit, Schuld und Sühne auseinandersetzt. (CORSO Film, 90.000 Euro)

 

173. Sitzung der Film- und Medienstiftung NRW

Spielfilm

  • „Generation Beziehungsunfähig“: Single Michael versteckt sich seit Jahren hinter seiner angeblichen Beziehungsunfähigkeit und vermeidet jede Form von Verbindlichkeit. Als er jedoch „Ghost“ alias Lotte kennenlernt, verändert sich plötzlich alles, und er befindet sich auf der anderen Seite der Dating-Hölle. Denn während er glaubt, sich wahnsinnig elegant und charmant anzunähern, hat Lotte das Interesse verloren – und ‚ghostet‘ ihn. Nach dem Besteller von Michael Nast haben Hilly Martinek und Regisseurin Helena Hufnagel „Generation Beziehungsunfähig“ für das Kino adaptiert. Frederik Lau und Luise Heyer übernehmen die Hauptrollen. Vor der Kamera von Andreas Berger stehen außerdem Verena Alternberger, Victoria Schulz und Victoria Trauttmansdorff, gedreht wird nahezu komplett in NRW. (Pantaleon Films, Brainpool TV, 650.000 Euro)
  • „Monte Verità“: Im Jahr 1906 prägen Umbruch, Ängste und Hoffnungen die Gesellschaft. Die ersten Aussteiger suchen ihr Paradies und finden es im Süden der Schweiz auf dem Monte Verità. Dort trifft die zweifache Mutter Hanna Leitner auf den jungen Psychoanalytiker Otto Gross und auch auf den jungen Hermann Hesse, die Tänzerin Isadora Duncan und Lotte Hattemer, die Tochter des Berliner Bürgermeisters. Die junge und mysteriöse Lotte übt auf Hanna eine ganz besondere Anziehung aus. Der Schweizer Regisseur Stefan Jäger verfilmt das historische Drama mit Valerie Pachner, Liv Lisa Fries, Julia Jentsch, Max Hubacher, Philipp Hochmair und Joel Basman teilweise auch in NRW. (Coin Film, 400.000 Euro)
  • „Niemand ist bei den Kälbern“: In Schattin, einer kleinen Gemeinde in Nordwestmecklenburg, lebt die 24jährige Christin auf dem Bauernhof ihres langjährigen Freundes Jan. Doch Christin hasst dieses öde Leben in der Provinz und will nur weg. Wohin und wie weiß sie selbst nicht so genau. Regisseurin und KHM-Absolventin Sabrina Sarabi hat den gleichnamigen Roman „Niemand ist bei den Kälbern“ von Alina Herbing adaptiert und filmt mit Saskia Rosendahl, David Kross, Enno Trebs und Elisa Schlott in den Hauptrollen. (Weydemann Bros., 200.000 Euro)
  • „Ein Stück Himmel“: Ein entlegenes Dorf in den Schweizer Alpen ist der Schauplatz der jungen Liebe zwischen Anna und Marco, die kurz nach der Hochzeit auf eine schwere Probe gestellt wird. Durch einen Hirntumor verliert Marco zunehmend seine Impulskontrolle, was nicht nur für Anna immer schwieriger wird, sondern auch das Zusammenleben in der strengen Dorfgemeinschaft immer schwieriger macht. KHM-Absolvent Michael Koch dreht „Ein Stück Himmel“ nach eigenem Buch mit den Schweizer Laiendarstellern Michèle Brand, Simon Wisler, Christina Zurfluh und Sepp Aschwanden. (Pandora Film, 190.000 Euro)


Dokumentarfilm

  • „Schocken“: Der deutsch-jüdische Unternehmer Salman Schocken gründet Anfang des 20. Jahrhunderts eine Kaufhauskette mit einer ungewöhnlichen Idee: Er will den Lebensstil von Arbeitern und kleinen Angestellten mit modernem Design revolutionieren. Doch seine Mission ist größer, er möchte dem jüdischen Volk eine kulturelle Heimat geben, unabhängig von territorialen Grenzen. Noemy Schory dokumentiert das aufregende Leben des Unternehmers und Verlegers. (Tag/Traum, 60.000 Euro)


TV

  • „Die Möwe“: Eine Neu-Interpretation von Anton Tschechows „Die Möwe“ inszeniert Grimme-Preisträger Andreas Kleinert. Nach Ibsens „Hedda“ überträgt Kleinert nun das Tschechow-Drama um eine Gruppe von Menschen, die auf einem abgeschiedenen Landsitz auf der Suche nach Inspiration, Liebe und vor allem nach sich selbst sind, in die Gegenwart. Gedreht wird komplett in NRW. Vor der Kamera von Johann Feindt stehen Ursina Lardi und Henry Hübchen. (Broadview TV, 375.000 Euro)


Drehbuch

  • „Arkadia“: KHM-Absolventin und Regisseurin Julia Keller schreibt eine Zukunftsvision, in der Eva von einem gemeinsamen Leben mit ihrer großen Liebe Anton träumt, der nach Arkadia ausgewandert ist, einem exklusiven, umzäunten Ort. Mehr und mehr radikalisiert sich Eva mit den anderen Zurückgebliebenen. (Heimatfilm, 20.000 Euro)
  • „Geschichte schreiben“: Der Kölner Bestseller-Autor Michel Birbaek verfasst mit „Geschichte schreiben“ ein Drehbuch über eine Geschichtslehrerin, die ihre Familie bei einem Unfall und damit den Halt verliert. Als ein Neonazi sie als Nachhilfelehrerin für seinen Sohn engagiert, stabilisiert sie sich langsam, gleichzeitig destabilisiert ihr Unterricht jedoch den Neonazi. (20.000 Euro)
  • „Und dieses verdammte Leben geht einfach weiter“, auch für einen Bruder, dessen Schwester im Urlaub verschwindet und der von Selbsthass und Schuldgefühlen zerfressen wird. In der Coming-of-Age-Geschichte des Kölner Autors Hansjörg Nesselsohn steht die Freundschaft, das wertvollste Gut zwischenmenschlicher Beziehungen, im Mittelpunkt. (18.000 Euro)


Vorbereitung

  • „Tafiti – Ab durch die Wüste“ erzählt von einem kleinen Erdmännchen, das mit seiner Familie in Afrika lebt. Als sein Opapa von einer Giftschlange gebissen wird, macht er sich mit seinem Freund Pinsel, dem Pinselohrschwein, auf durch die Wüste, um eine besondere blaue Blume zu finden, die die Rettung bringt. Julia Boehme adaptiert mit Nicolas Hause für den Animationsfilm ihre eigene gleichnamige Kinderbuchreihe. (Tradewind Pictures, 45.000 Euro)

 

172. Sitzung der Film- und Medienstiftung NRW

Spielfilm

  • Die beiden Freundinnen Betty und Martha brechen mit Marthas schwerkrankem Vater im Auto auf in die Schweiz, da er dort vermeintlich zu einem Sterbehilfeverein will. Doch alles kommt anders. Auch als sie weiterreisen, um an das Grab von Bettys angeblich verstorbenen Stiefvaters zu fahren. Für das tragisch-komische Roadmovie begibt sich Regisseurin Nana Neul auf den Weg durch NRW, Italien und Griechenland. Das Drehbuch für „Töchter“ schrieb sie gemeinsam mit Lucy Fricke, deren Bestseller nun auf die große Leinwand kommt. Es spielen Birgit Minichmayr und Alexandra Maria Lara. (Heimatfilm, 900.000 Euro)
  • 1980 wird während des Iran-Irak-Krieg die iranische Ölhauptstadt Abadan belagert. Der 14-jährige Omid bleibt bei seinem Großvater, nachdem er vergeblich versucht hat, Soldat zu werden. Auf seinen Streifzügen durch die Stadt trifft er auf Menschen, die alle unterschiedliche Gründe haben zu bleiben. Als er ein altes Boot entdeckt und sich die Situation verschlimmert, will er sich und alle, die er liebt, retten. Die vielfach ausgezeichnete Regisseurin Sepideh Farsi realisiert den Animationsfilm „Die Sirene“. Djavahery Javad verfasste das Drehbuch des Kriegsdramas. (TrickStudio Lutterbeck, 200.000 Euro)
  • Hoch über dem Dorf Rafferskaff thront die Burg Grottenow. Dort haucht ein verrückter Professor seinen Kreaturen Leben ein. Das allererste Wesen, das er erschaffen hat, ist Stichkopf, der sich auch rührend um alle anderen Monster kümmert. Als ein Zirkus in die Stadt kommt, erliegt Stichkopf der Versuchung, endlich einmal beachtet zu werden. Steve Hudson adaptiert das Kinderbuch „Stitch Head“ von Guy Bass und übernimmt gemeinsam mit Toby Genkel die Regie der animierten Gruselkomödie. (Gringo Films, 900.000 Euro)


Dokumentarfilm

  • Einen ganz besonderen Heimatfilm realisiert Filippa Bauer mit „Traumhäuser“. In den jugoslawischen Nachfolgestaaten stehen teilweise riesige, aber leere Luxushäuser. Die Häuser zeigen die unterschiedlichen Lebensvorstellungen der verschiedenen Migrantengenerationen. Wollten die Eltern hier noch ihren Erfolg zeigen und irgendwann zurückkehren, wissen die Kinder teilweise nicht mehr, was heute mit den ehemaligen Traumhäusern anzufangen ist. (Blinker Film, 150.000 Euro)


TV-Serie

  • Anfang der 1950er Jahre wird ein kleiner westdeutscher Landstrich Standort einer amerikanischen Militärpräsenz. So kommen dort auch Freizügigkeit, individuelle Freiheit und Kapitalismus an. Der Vater der 25-jährigen Marie wurde enteignet, als er sich weigerte, Land seines Bauernhofes für den Bau der Militärbasis zu verkaufen. Ihre beste Freundin Erika, deren Vater Bürgermeister ist und als Bauunternehmer großen Profit wittert, wartet gemeinsam mit ihr auf die Rückkehr ihres Bruders Siegfried, der in russischer Kriegsgefangenschaft sitzt und Maries Verlobter ist. Dror Zahavi inszeniert die TV-Miniserie „Little America“ u. a. mit Elisa Schlott, Franziska Brandmeier, Benjamin Sadler, JonasNay und Anna Schudt zum Großteil in NRW. Benjamin Braeunlich und Christoph Mathieu verfassten die Bücher. (FFP New Media, 1 Mio. Euro)


Drehbuch

  • KHM-Absolventin und Regisseurin Sarah Winkenstette und Jenny Alten entwickelten im Mentoring Programm „Into the Wild“ das Kinoprojekt „Spielen“. Nun schreiben sie das Drehbuch um eine Mutter, die sich zwischen ihrer Kunst und ihrem Kind entscheiden soll. (20.000 Euro)
  • Die Kölner Autorin und Regisseurin Christina Ebelt schreibt mit „Monster im Kopf“ ein politisches Drama um eine junge Mutter, die darum kämpft, dass ihr Kind bei ihr bleiben kann, während sie wegen schwerer Körperverletzung eine Freiheitsstrafe absitzt. (20.000 Euro)
  • ifs-Absolvent und Studentenoscar-Gewinner Elmar Imanov schreibt in „Die Zärtlichkeit des Oktopus“ über eine Kleinfamilie mit Migrationshintergrund, deren Weg aus der vermeintlich familiären Stabilität in Auflösung und Desaster führt. (Color of May, 20.000 Euro)


Projektentwicklung

  • KHM-Absolvent Dirk Lütter befasst sich in „Erben“ wieder mit Arbeitswelten. Nach dem Tod ihres Vaters stellt die Tochter fest, dass es noch eine Halbschwester gibt, die in ärmlichen Verhältnissen in Griechenland lebt. Gegen alle Widerstände entscheidet sie sich, sie in die Firma aufzunehmen, was das Unternehmens- wie auch Familiengefüge aus den Angeln zu heben droht. (Made in Germany, 20.000 Euro)


Vorbereitung

  • „Pizza Kabul“ erzählt drei Kriegsgeschichten, die miteinander verflochten sind und die Schicksale von Menschen verbinden, die sich im Kriegsgewirr unentrinnbar in einem Netz aus Schuld und Versagen verheddern. Thomas Franke verfasste das Buch, Georg Maas führt Regie. (TrickStudio Lutterbeck, Heimatfilm, 65.000 Euro)

 

 

170. Sitzung der Film- und Medienstiftung NRW

Spielfilm

  • Mitte des 18. Jahrhunderts stellt sich eine Frau freiwillig und gesteht, ein kleines Kind getötet zu haben. In „Des Teufels Bad“, einem subtilen Horror-Film von Veronika Franz und Severin Fiala, stehen Valerie Pachner und Maria Hofstätter auch in NRW vor der Kamera von Martin Gschlacht. (Heimatfilm, 850.000 Euro)
  • Die Ärztin Marta hat sich mit ihrem Sohn Nathan nach einem längeren Auslandsaufenthalt auf das Gehöft ihres jetzigen Mannes Rudolf zurückgezogen, mit dem sie eine eher leidenschaftslose, aber doch durch echte Zuneigung geprägte Ehe führt. Zudem kann er ihr als letzter Spross einer reichen Unternehmerfamilie finanzielle Sicherheit bieten. Als der junge albanische Wanderarbeiter Valmir auftaucht, gerät das familiäre Gerüst ins Wanken. Sebastian Ko verfilmt den Neo-Noir-Film „Geborgtes Weiß“ nach dem Buch von Karin Kaçi. Susanne Wolff, UIrich Matthes und Nik Xhelilaj stehen zum Großteil in NRW vor der Kamera von Andreas Köhler. (Ester.Reglin.Film, 650.000 Euro)
  • In Albanien lernen sich 1958 die Kinder Luana und Agim kennen und wachsen gemeinsam auf. Aus der Kinderfreundschaft wird erste Liebe. Doch Luanas Vater ist außer sich, hat er seine Tochter doch schon lange Flamur versprochen. Als dieser im Streit Luanas Vater ermordet, sieht diese nur einen Weg, sich zu retten: Sie muss einen Schwur ablegen und ihr Leben als Mann fortsetzen. Bujar Alimani verfilmt „Die albanische Jungfrau“ mit Arta Dobroshi und Kasem Hoxha in den Hauptrollen nach dem Buch von Katja Kittendorf. (Elsani & Neary Media, 500.000 Euro)
  • Als die 54-jährige Marleen und der 32-jährige Fynn aufeinander treffen, könnten die Unterschiede nicht größer sein: Marleen versteckt sich in einer Wohnung, die vollgestellt mit Gegenständen ist, die für sie Bedeutung haben. Fynn reist mit einem kleinen Rollkoffer, in den alles passt, was ihm gehört. Regisseurin Nadja Brunckhorst hat mit Martin Rehbock das Drehbuch zu „Müll Unfug Liebe“ verfasst und dreht mit Corinna Harfouch und Daniel Sträßler komplett in NRW. (Lichtblick Film, 500.000 Euro)
  • In einer fernen Zukunft ist China die herrschende Weltmacht, doch Wasser gibt es dort nicht mehr. Als die Tochter und designierte Nachfolgerin eines angesehenen Teemeisters eine geheime Wasserquelle findet, begibt sie sich auf eine gefährliche Reise. Saara Saarela inszeniert den Science-Fiction-Film „Der Geschmack von Wasser“ mit Saga Sarkola und Mimosa Willamo auch in NRW. (Pandora Film, 480.000 Euro)

 
Dokumentarfilme

  • Milo Rau inszeniert in Form eines Passionsspiels „Das neue Evangelium“ im süditalienischen Matera mit einem Cast aus Flüchtlingen und arbeitslosen Kleinbauern. Dabei geht er der Frage nach, was Jesus heute predigen würde und liefert so ein Manifest der Solidarität mit den Ärmsten und eine filmische Revolte für eine gerechtere, humanere Welt. (Fruitmarket, 230.000 Euro)
  • Der Düsseldorfer Kunstberater Helge Achenbach konnte stets gut verkaufen. Allerdings betrog er dabei, was für ihn eine mehrjährige Gefängnisstrafe zur Folge hatte. Birgit Schulz und Marita Loosen-Fox zeigen mit „Der Illusionist“ eine Groteske über die Entwicklung des Kunstmarktes, der sich zur Spekulationsbörse entwickelt hat, getrieben von Gier und Geltungssucht. (Bildersturm, 150.000 Euro)

 
TV-Projekte und Serien

  • Das Biopic „Berthold Beitz – Ein unruhiges Leben“ erzählt von der Begegnung zweier außergewöhnlicher Männer. Die Krupp-Stiftung unter Leitung von Berthold Beitz beauftragt den Historiker Golo Mann, eine Biografie über Alfried Krupp zu verfassen. Der Auftrag verbindet die beiden ungleichen Männer und lässt eine ungewöhnliche Freundschaft entstehen. Dror Zahavi dreht zur Hälfte in NRW mit Sven-Eric Bechtolf und Edgar Selge in den Hauptrollen. (Zeitsprung Pictures, 900.000 Euro)
  • Die Köln-Nippeser Elterninitiative hat endlich ihre Kita eröffnet. Und nachdem die erste Staffel die Bühne erschaffen hat, erzählt die zweite Staffel das tägliche Drama. In „Andere Eltern - 2. Staffel“ nimmt die Kita ihren Betrieb auf und der Alltag erweist sich als nervenaufreibender als je gedacht. Lutz Heineking realisiert die zweite Staffel seiner Comedy Mockumentary wieder mit dem bewährten Cast um Lavinia Wilson, Nadja Becker und Johanna Gastdorf. (eitelsonnenschein, 600.000 Euro)
  • Kurz nachdem in Berlin die Lieferung von Sturmgewehren genehmigt wurde, wird der Waffenmanager Peter Richter in Algerien entführt. Ralf Eley, BKA-Verbindungs-Beamter in der deutschen Botschaft in Algier, versucht, Richter auf eigene Faust zu befreien. Katharina Prinz, Nahost-Abteilungsleiterin im Auswärtigen Amt, setzt den Stopp aller Waffenlieferungen nach Nordafrika durch. Regisseur Jalil Lespert verfilmt den Roman „Ein paar Tage Licht“ von Oliver Bottoni mit Tom Wlaschiha, Martin Brambach und Johanna Gastdorf auch in NRW. (Eikon Media, 500.000 Euro)


Drehbuch

  • Autor Türker Süer schreibt in „Brüder“ über die ungleichen Brüder Sinan und Kenan, die in der Westtürkei 2016 aufeinandertreffen, als einer der beiden den anderen an ein Militärgericht ausliefern muss. (20.000 Euro)


Vorbereitung

  • KHM-Absolventin Alisa Bergers und Thorsten Krämers wurden für ihr Drehbuch „The Housewife“ bereits ausgezeichnet. Die Dreharbeiten für den Film um die junge Lucy, die einen Mom-Balloon entwickelt, der die Geburtsfähigkeit vom Körper der Frau entkoppeln soll und so Frauen aus ihrer bisherigen Ordnung befreit, werden nun vorbereitet. (Fortis Fem Film, 25.000 Euro)



Verleih

  • Eröffnungsfilm der Berlinale-Reihe Perspektive Deutsches Kino war Tamer Jandalis „easy love“. Ab 10. Oktober kann das Ringen um Liebe auf der großen Leinwand gesehen werden. (mindjazz, 30.000 Euro)
  • „Kleine Germanen“ erzählt in einer Verbindung als Animations- und Dokumentarfilm von Kindern, die in rechtsextreme Familien hineingeboren werden und täglich aufs Hassen getrimmt werden. Ab 9. Mai bundesweit in den Kinos. (Little Dream Entertainment, 25.000 Euro)

 

 

169. Sitzung der Film- und Medienstiftung NRW

 

Spielfilm

  • Eine Mars-Mission in naher Zukunft. Kurz nach dem Start entdeckt die dreiköpfige Besatzung einen blinden Passagier an Bord. Sie haben jedoch den „Point of No Return“ bereits überschritten und nur Sauerstoff für drei Personen … Regisseur Joe Penna verfasste das Drehbuch des Sci-Fi Dramas „Stowaway“ gemeinsam mit Ryan Morrison. Auch in NRW vor der Kamera stehen Anna Kendrick und Toni Collette. (augenschein, 1,2 Mio. Euro) 
  • Erst hieß es „Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft“, dann waren die Eltern an der Reihe, und nun folgt „Hilfe, ich hab meine Freunde geschrumpft“. Sven Unterwaldt dreht nach dem Drehbuch von Gerrit Hermans wieder mit Oskar Keymer, Anja Kling, Axel Stein und Andrea Sawatzki auch in NRW. (Karibufilm, 792.628 Euro)
  • Nach der erfolgreichen Trilogie kommt mit „Die Mucklas… Und wie sie zu Pettersson und Findus kamen“ das Spin-off in die Kinos. Die immer aufgeräumtere Welt wird für die kleinen, die Unordnung liebenden Kobolde immer schwieriger. Als der letzte Stamm auch noch einen alten, gemütlichen Krämerladen räumen muss, beginnt eine abenteuerliche Reise. Regisseur Ali Samadi Ahadi dreht mit Uwe Ochsenknecht, André Jung und Christine Urspruch. Das Buch verfasste Thomas Springer. (Tradewind Pictures, 650.000 Euro)
  • Der mit dem Studenten-Oscar ausgezeichnete Regisseur und ifs-Absolvent Elmár Imánov dreht nach eigenem Drehbuch die Tragikomödie „Rastlos“. Das Vater-Sohn-Drama erzählt von den Veränderungen, die der nahe Tod des Vaters mit sich bringt. Lenn Kudrjawizki übernimmt die Hauptrolle für den Kinofilm, der komplett in NRW gedreht wird. (Color Of May, 500.000 Euro)
  • Ein Biopic über den Schriftsteller, Dramaturgen und Regisseur Thomas Brasch realisiert Regisseur Andreas Kleinert. Als deutsch-jüdischer Emigrant in England geboren, übersiedelt Brasch mit seiner Familie Anfang der 50er Jahre in die DDR. Dort wird er schnell zum Rebellen, der weder die Autorität des Vaters noch des Staates anerkennt. Fernsehpreisträger Albrecht Schuch steht mit Jella Haase und Ursula Strauss vor der Kamera. (Zeitsprung Pictures, 500.000 Euro)
  • Roy vermasselt es mal wieder gründlich, als er sich am Vorabend seiner Hochzeit mit Jackie einlässt, der deutschen Ex-Freundin seiner Zukünftigen Sylvia. Wieder nüchtern vereinbaren beide ein Rennen auf dem Nürburgring um Sylvias Gunst. Hallvard Bræin inszeniert die Road-Movie-Komödie „Nørbørgring“ mit Ken Duken, Milan Peschel, Peter Kurth und Henning Baum ebenfalls in NRW. (Gifted Films West, 300.000 Euro)

 

Dokumentarfilm 

  • Seit der digitalen Zeitenwende stehen Journalisten wie selten zuvor in der Kritik. Regisseur und KHM-Absolvent Miguel Müller-Frank, der 2017 mit dem Förderpreis für junge Künstler des Landes NRW in der Kategorie Film ausgezeichnet wurde, beobachtet in „Mit eigenen Augen“ die Redaktion des renommierten ARD-Politikmagazins Monitor bei der Entstehung mehrerer Sendungen. (2 Pilots , 120.000 Euro) 
  • Am 31. Dezember 1999 begann die politische Ära von Wladimir Putin. Die an dem Tag geborenen Kinder sind mittlerweile volljährig. Regisseurin Irene Langemann begleitet Jugendliche unterschiedlicher Milieus an verschiedenen Orten Russlands. So ergibt sich in „Russlands Millenniumskinder“ ein mosaikartiges Porträt einer Generation, die nur das Russland unter Wladimir Putin kennt. (Lichtfilm, 75.000 Euro) 

  

Drehbuch

  • Regisseur und Autor Ilian Metev, der in Locarno bereits als Filmemacher der Gegenwart ausgezeichnet wurde, schreibt „Plateau“, eine Geschichte, die wieder in Sofia spielt. (Sutor Kolonko, 20.000 Euro)
  • Julian Pörksen schreibt mit „To Be Continued“ ein Buch über das Sterben als komische und surreale Auseinandersetzung mit dem letzten Abschied. (20.000 Euro)