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Drei neue Lehrende für die ifs

Die ifs internationale filmschule köln hat die Professuren Szenenbild, Dokumentarische Narrative in audiovisuellen Medien und Kreativ Produzieren mit drei herausragenden Persönlichkeiten besetzt. Darunter ist auch ein Oscar-Preisträger.  

Auf die neugeschaffene Professur Szenenbild wurde Uli Hanisch berufen, der zu den renommiertesten deutschen Szenenbildnern gehört. Ihn verbindet seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit mit dem Regisseur Tom Tykwer. Für das Szenenbild der internationalen Koproduktion „Das Parfum“ wurde er mit dem Deutschen Filmpreis, dem Bayerischen Filmpreis und dem Prix d‘Excellence beim Europäischen Filmpreis ausgezeichnet; einen weiteren den Deutschen Filmpreis erhielt er für „Cloud Atlas“. Zuletzt verantwortete er das Szenenbild der TV-Serie „Babylon Berlin“, der aufwändigsten deutschen Produktion aller Zeiten. In den Anfängen seiner beruflichen Laufbahn prägte Uli Hanisch den visuellen Stil der Filme von Christoph Schlingensief und Helge Schneider. Er arbeitete darüber hinaus mit weiteren namhaften Regisseuren wie Andreas Dresen, Sönke Wortmann, Max Färberböck, Oliver Hirschbiegel und Leander Haußmann zusammen.

Neu eingerichtet wurde zum Jahresbeginn auch die Professur Dokumentarische Narrative in audiovisuellen Medien – besetzt mit der erfolgreichen Autorin und Regisseurin Ruth Olshan. Bekannt wurde sie unter anderem durch ihren Dokumentarfilm „Nicht ganz Koscher“ und ihren Spielfilm „Savannah“. Sie arbeitet als Regisseurin, Drehbuchautorin, Schriftstellerin und Beraterin für Spiel- und Dokumentarfilme und erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, darunter den Sir Richard Attenborough-Preis, den Künstlerinnenpreis NRW und den Friedrich-Wilhelm-Murnau-Preis. Umfangreiche Lehrerfahrung erwarb sie nicht nur an deutschen Hochschulen, sondern beispielsweise auch im Irak und in Armenien, wo sie insbesondere Frauen im Bereich Storytelling für fiktionale und dokumentarische Formate ausbildete.

Die Professur Kreativ Produzieren wird neu besetzt mit dem Produzenten und Oscar-Preisträger Peter Herrmann. Peter Herrmann steht vor allem für unabhängiges, häufig international koproduziertes Kino. Gleich der erste von ihm produzierte Kinospielfilm, „Der Totmacher“ von Romuald Karmakar, wurde unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Es folgten zahlreiche große Produktionen, darunter Roland Suso Richters „Eine Handvoll Gras“, der in der Cannes Junior Sektion gewann, und der mehrfach ausgezeichnete TV-Zweiteiler „Die Bubi Scholz Story“. Noch bevor das Buch zum Bestseller wurde, erwarb Herrmann die Rechte an „Nirgendwo in Afrika“. Gemeinsam mit der Regisseurin Caroline Link gewann er für die Verfilmung neben dem Deutschen Filmpreis in mehreren Kategorien zahlreiche internationale Preise, 2003 gekrönt durch den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Peter Herrmann ist Aufsichtsratsvorsitzender von German Films, der offiziellen Export- und Promotionorganisation der deutschen Filmwirtschaft, sowie Mitglied im Vergabeausschuss der Filmförderanstalt Berlin.