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„Alle Kennzahlen waren dieses Jahr hervorragend“

Rückblick auf 2018, Ausblick auf 2019: Heute mit Marco Zingler, Geschäftsführer der Digitalagentur denkwerk.  

 

Wie bewerten Sie das Jahr 2018 aus der Sicht Ihres Unternehmens?

denkwerk ist dieses Jahr 20 Jahre alt geworden und hat gleichzeitig das wirtschaftlich erfolgreichste Jahr seit Bestehen hinter sich gebracht. Mit der Gründung unseres vierten Standorts in Hamburg sind wir jetzt ausreichend im Heimatmarkt vertreten, so dass wir uns für die kommenden Schritte international umsehen. Alle Kennzahlen waren dieses Jahr hervorragend, obwohl wir auch bemerken, dass unsere Kunden – DAX-Konzerne und internationaler Mittelstand – langsam vom Gas gehen und sich ein möglicher Abschwung „leise“ ankündigt. Dennoch sind wir optimistisch, dass unsere Beratungsleistung in den Bereichen der digitalen Produktentwicklung und digitalen Transformation auch bei schwacher allgemeiner Konjunktur weiterhin gut nachgefragt wird, denn das ist mittlerweile eine „sine qua non“ für all unsere Kunden.

 

Was steht für Sie 2019 auf der Agenda?

Die Digitalisierung steht an einer neuen technologischen Schwelle, die alle Marktteilnehmer vor neue Herausforderungen stellt. Künstliche Intelligenz ist ein Thema, das das Potential hat, alle Branchen und Geschäftsmodelle massiv zu verändern und in vielen Fällen sogar die geltenden Spielregeln auf den Kopf zu stellen. Wie immer bietet solch eine disruptive Technologie Chancen und Risiken – wir haben uns dazu entschlossen, zu investieren und uns konsequent auf die Chancen zu fokussieren. Dabei ist uns bewusst, dass wir nicht mit einem Return on Investment in den kommenden zwölf Monaten rechnen können. Als unternehmergeführtes, unabhängiges Unternehmen wissen wir, dass langer Atem spielentscheidend ist.

 

Welche Themen werden Ihre Branchen und die Medienwelt 2019 generell bestimmen, und welche Bedeutung wird das für Sie und den Standort Köln haben?

Die größte Herausforderung ist der Mangel an geeigneten Fachkräften in der Region, die wir jedoch benötigen, um die Digitalisierung für unsere Kunden voranzutreiben. Die Lage am Arbeitsmarkt wird nicht einfacher dadurch, dass einige große Spieler die sinnlos vertrödelte Zeit durch teilweise wenig durchdachte Aufholprojekte zu kompensieren suchen. Aber auch hundert wahllos zusammengewürfelte Experten machen noch kein produktives Unternehmen. Wir stellen uns der Herausforderung mit einer Mischung aus Angeboten, die die Arbeit im denkwerk für neue Mitarbeiter noch spannender macht. Das Eingehen auf die individuellen Interessen und Fähigkeiten ist hier der Schlüsselfaktor. Und wir suchen und holen Top-Experten nicht nur aus Deutschland oder Europa zu uns an Bord, sondern auch vom Weltmarkt. Mittlerweile kommen circa 20 Prozent der Kollegen aus dem Ausland.