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178. Sitzung der Film- und Medienstiftung NRW

Spielfilm

Um ihren Mann vor der Ermordung durch ein Drogenkartell zu retten, reist die Special Forces Agentin Erin Staffer mit Unterstützung ihres Kollegen und IT-Spezialisten Eddie Hughes und einer geheim gehaltenen Zeitmaschine zurück in die Vergangenheit, um den Mord zu verhindern. Regisseur Jimmy Loweree verfasste auch das Drehbuch zu „Replay“. Olivia Munn übernimmt die Hauptrolle in der deutsch-amerikanischen Produktion, die komplett in den Kölner MMC Studios gedreht wird. (MMC Movies, 500.000 Euro)

In „Die Wächterin“ wird die italienische Polizistin Sara in ein Flüchtlingslager versetzt. Für sie, der alles Fremde suspekt ist und die zur Anteilnahme kaum fähig ist, eine fast unerträgliche Aufgabe. Als eine junge Syrerin ermordet wird, fühlt Sara sich verpflichtet, das Richtige zu tun, deren Tochter zu unterstützen, die Tante im entfernten Deutschland zu finden und ihnen bei der Flucht nach Skandinavien zu helfen. Die bereits in Cannes und Venedig ausgezeichnete Schauspielerin Jasmine Trinca übernimmt für Regisseur Giulio Ricciarelli die Hauptrolle. Kostja Ullmann und Julia Jentsch sind in weiteren Rollen im dem Drama zu sehen, für das Fabrizio Bozzetti das Drehbuch verfasste. (Heimatfilm, 365.000 Euro)

Die vielfach ausgezeichnete italienische Regisseurin Laura Bispuri dreht mit „Pfauenparadies“ ein Drama um eine apulische Familie, die zu einem Geburtstagsfest zusammenkommt. Der flugunfähige Pfau der Familie verliebt sich in eine kleine Taube, dargestellt auf einem Gemälde. Das unerwartete und tragische Ende dieser Liebesgeschichte veranlasst alle, ihre Beziehungen in Frage zu stellen, Verantwortung zu übernehmen und so ihr Leben auf eine neue Art und Weise anzunehmen. Bispuri verfasste das Drehbuch gemeinsam mit  Silvana Tamma.  Dominique Sanda,  Alba Rohrwacher  und  Maya Sansa sind in den Hauptrollen zu sehen. (Match Factory Productions, 150.000 Euro)

 

Drehbuch

In „Eisige Nächte“ von Hansjörg Thurn und Christian Demke sorgen zwei mysteriöse Morde in Island für Aufregung. Da eindeutige Beweise fehlen, ersucht die isländische Regierung Unterstützung des deutschen BKA, das seinen erfolgreichsten Fahnder entsendet. (Lichtblick, 20.000 Euro)

Mit „Mein Sommer mit Marlene“ schreibt Bernd Lichtenberg eine fiktive Geschichte von Marlene Dietrich und dem 17jährigen, aus Lyon geflohenen Halbmarokkaner Julien, die sich 1981 in Paris kennenlernen. (20.000 Euro)

 

Stoffentwicklung

Elmar Freels beschreibt in „Summer of Love“ zwei ungleiche Brüder, die Anfang der 1990er Jahre um die Zuneigung einer Künstlerin kämpfen. 30 Jahre später stellt sich der Jüngere seiner Vergangenheit und den wichtigsten Menschen seines Lebens. (eitelsonnenschein, 26.000 Euro)

 

 

Dokumentarfilm 

Das Regieduo Michael Wech und Frank Sieren betrachten in „Covid Century“ die jüngste Geschichte um Ausbreitung und Umgang mit dem Corona-Virus weltweit. Dabei tragen sie Daten und Analysen zum weltweiten Geschehen zusammen. (Broadview TV, 300.000 Euro)

Eine Mischung aus Milliardären, Regierungen, Genetikern, Psychologen und Privatleuten will derzeit Kolonien im All vorantreiben. Da sie die Erde am Abgrund sehen, suchen sie eine Alternativ-Erde. Regisseur Rudolph Herzog geht in „Last Exit: Space“ der Frage nach, ob die Menschheit wirklich dazu bestimmt ist, wie Heuschrecken von Planet zu Planet zu ziehen und warum ein Teil der Menschheit lieber nach den Sternen greift, als die Erde zu retten. (Taglicht Media, 120.000 Euro)

Der deutsch-iranische Künstler und Regisseur Sahin Sadatolhosseini macht sich in „RollWest“ auf den Weg von Aachen nach Washington – das allerdings mit dem Rhönrad. Sein Weg wird ihn zuerst über Den Haag führen, wo sein Großvater beim internationalen Gerichtshof ein Urteil erstritten hatte, das die USA für den Putsch im Iran gegen den demokratischen Präsidenten Mossadegh verantwortlich macht. Das Urteil will Shahin persönlich dem Weißen Haus zustellen. (Lichtblick, 118.000 Euro)

Lina Luzyte dokumentiert in „Picknick in Moria“ den Alltag der Menschen, die auf der Suche nach Schutz vor Krieg und Verfolgung in europäischen Flüchtlingslagern stranden. So beleuchtet sie beispielsweise das Leben von Talib, einem afghanischen Filmemacher, der mit seiner Frau und den drei Töchtern im Lager lebt. Er versucht mit seinem Kurzfilm, der fantasievoll die aktuelle Situation reflektiert, dem Chaos des Asylverfahrens etwas entgegenzusetzen. (Gemini Film & Library, 60.000 Euro)

 

Verleih

Bei der diesjährigen Ausgabe des Film Festival Cologne mit dem Filmpreis NRW ausgezeichnet, kommt „Mit eigenen Augen“ ein packender Blick in die Redaktionsarbeit des Politmagazins Monitor. Ab 11. März ist die Beobachtung der täglichen journalistischen Arbeit im Kino zu erleben. (RFF, 28.000 Euro)

 

Kino 

Das Filmhaus Kino, Köln wird wiedereröffnet und erhält dafür 33.000 Euro Unterstützung.

Die Lichtspiele Kalk in Köln werden mit 2.000 Euro bei ihrer Kino-Wiedereröffnung gefördert.

177. Sitzung der Film- und Medienstiftung NRW

Spielfilm

Als eine „Eingeschlossene Gesellschaft“ inszeniert Sönke Wortmann ein Kollegium, das der verzweifelte Vater Manfred Prohaska unter Waffengewalt zu einer Zeugniskonferenz zwingt. Seinem Sohn fehlt ein Punkt zur Abiturzulassung. Erfolgsregisseur Wortmann dreht nach dem Hörbuch von Jan Weiler, das dieser selber fürs Kino adaptierte. In NRW stehen unter anderem Florian David Fitz und Anke Engelke vor Jo Heims Kamera. (Bantry Bay, 800.000 Euro)

 

Dokumentarfilm 

„Angela Merkel – Die Kanzlerin“ erzählt die Geschichte der ersten Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Autor Torsten Körner will Regierungstechniken, Stil und Persönlichkeit in den Zeitläuften bilanzieren und so ein Portrait der bekanntesten Deutschen der Gegenwart zeichnen. (Broadview TV, 210.000 Euro)

„Sirens Call“ blickt tief in die sich spaltende US-Gesellschaft. Ausgehend vom Phänomen der ‚Real-Live-Mermaids‘ machen sich Miriam Gossing und Lina Sieckmann auf die Suche nach gesellschaftlichen Utopien und erforschen unseren Umgang mit dem „Anderen“. (Schalten & Walten, 150.000 Euro)

Im Portrait „Claudia Andujar“ stellt Grimme-Preisträgerin Heidi Specogna das Leben und die Arbeit der vielfach ausgezeichneten Fotografin vor, die ihr Werk den indigenen Völkern am Amazonas gewidmet hat. (Lichtblick Film, 95.000 Euro) 

Mit „MeMyself&I“ portraitiert Carolin Genreith vier Influencerinnen und Influencer in unterschiedlichen Phasen ihrer Social-Media-Karrieren. Sie teilen ihren Alltag mit Millionen von Fremden. Der Film will den Klischees und Mythen der Generation Z auf den Grund gehen. (CORSO, 90.000 Euro) 

 

Projektentwicklung

In „Die Bekenntnisse des Hochstaplers Thomas Mann“ beleuchten André Schäfer und Hartmut Kasper den Nobelpreisträger und seine verschiedenen Existenzen. In Archivbildern, Briefen und Tagebucheinträgen wird der „echte“ Thomas Mann gezeigt, in Spielszenen seine „Felix-Krull-Seite“. (Florianfilm, 30.000 Euro)

„Morgen mehr“ hofft der Erzähler, der noch nicht geboren ist, denn seine Eltern müssen ihn noch heute zeugen. Allerdings wird seinem Vater gerade eine Pistole an die Schläfe gehalten, und seine Mutter hat tausend Kilometer entfernt Sex mit einem melancholischen Franzosen in Marseille. Tilmann Rammstedt adaptiert seinen eigenen Roman. (Weydemann Bros., 20.000 Euro) 

 

Drehbuch

„Go with the Floh“ von Arne Nolting und Ali Samadi Ahadi erzählt vom Floh Felix, der sich für einen Nashornkäfer hält. Als seine Familie bedroht wird, geht er auf eine heldenhafte Reise. (Little Dream Entertainment, 20.000 Euro)

In „Das Sams und die unglaubliche Verwandlung des überaus schüchternen Bruno Taschenbiers“ findet das komfortable Leben des Junggesellen Taschenbiers ein Ende, als ihm das Sams in die Arme springt. Thomas Springer adaptiert nach der Kinderbuchreihe von Paul Maar. (Tradewind Pictures, 20.000 Euro)

„At Heart“ von Wolfgang Fischer und Ika Künzel ist die Geschichte eines Tauchers, der als einer der letzten menschlichen Pioniere die Grenzen technischen Fortschritts im Auftrag mächtiger Player zu verschieben versucht. (augenschein, 20.000 Euro) 

„Kinder Kriegen“ erzählt von Henry und Marie und deren modernen Liebesgeschichte ohne Happy End. Levin Hübner und Markus Sehr schreiben das Buch zur Tragikomödie um Galgenhumor und das Verlangen nach Gerechtigkeit. (Lichtblick Film, 20.000 Euro) 

„Ein gutes Leben“ von Rüdiger Bertram beleuchtet eine Jugendbewegung, die mit hohen Idealen und den besten Zielen startet und schließlich an ihren eigenen Idealen und Erfolgen scheitert. (20.000 Euro) 

„Der Humorlose“ ist die tragikomische Geschichte um drei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, sich aber miteinander arrangieren müssen, denn keiner schafft alleine, was sie zusammen meistern. Tankred Lerch und Janosch Kreft schreiben das Drehbuch. (20.000 Euro) 

„Die Geschichte der Liebe in 100 Objekten“ von Susanne Finken ist ein Kammerspiel mit Ausbrüchen. Drei Menschen müssen das Haus einer vor kurzem bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückten Frau ausräumen. (20.000 Euro) 

 

Vorbereitung 

„Der Pfau“ nach dem Buch von Isabel Bogdan, adaptiert von Sönke Andresen, ist eine charmant-skurrile Komödie, immer ganz kurz vor der Eskalation. (eitelsonnenschein, 40.000 Euro)

„Brüder“ von KHM-Absolvent Türker Süer erzählt von einem jungen Leutnant der türkischen Armee, der seinen Bruder einem Militärgericht ausliefern muss. Nach einer Drehbuchförderung im April 2019 beginnen nun die Vorbereitungen für den Dreh. (Match Factory Productions, 40.000 Euro)

„Hysteria“ von Mehmet Akif Büyükatalay erhielt ebenfalls eine Drehbuchförderung. Nun beginnen die Vorbereitungen für den Dreh des Thrillers um einen verlorenen Schlüssel, der die Ordnung einer kompletten Arbeitsgemeinschaft durcheinanderbringt. (filmfaust, 30.000 Euro)